Riester Bausparvertrag
Der Name Riester steht für staatliche Förderung. Dies gilt seit 2008 auch für eine neue Art des Bausparens mit dem Namen Riester Bausparvertrag. Wohnimmobilien, die von dem Bausparer als Eigenheim genutzt werden, werden als Altersvorsorge anerkannt und somit vom Staat bezuschusst. Bausparverträge werden seit dem 1. Januar 2008 bezuschusst, sofern es sich für Riester zertifizierte Bausparverträge handelt und der Riester Bausparvertrag erst seit dem 1. Januar 2008 besteht. Ein Riester Bausparvertrag, der vor diesem Datum abgeschlossen wurde, muss, damit er durch Riester bezuschusst werden kann, ein Mindestkapital von 10.000 Euro haben. Diese Regelung galt aber nur bis 2010. Ab dem 1. Januar 2010 können alle Bausparverträge, unabhängig vom bereits gesparten Kapital, riesterzertifiziert und somit bezuschusst werden. Das ist ein grosser Vorteil des Riester Bausparvertrag.
Was kann mit dem Riester Bausparvertrag finanziert werden?
Mit dem Riester Bausparvertrag kann man Immobilien kaufen, bauen oder abbezahlen. Eine weitere Möglichkeit, die man mit den Riester Zulagen hat, ist das Tilgen von bereits laufenden Immobilienfinanzierungen. Zu Beginn des Riester Bausparvertrages gab es zudem noch die Einschränkung, dass sich das selbstgenutzte Wohneigentum, dass durch den Riester Bausparvertrag finanziert wurde, in Deutschland befinden muss. Doch durch eine Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof wurde dieser Beschluss im September 2009 aufgehoben und nun kann man den Riester Bausparvertrag für ein selbstgenutztes Wohneigentum in einem EU-Staat seiner Wahl abschließen.
Einschränkungen beim Riester Bausparvertrag
Der Riester Bausparvertrag ist nur dann zulässig, wenn der Bausparer diesen Bausparvertrag für eine selbstgenutzte Wohnimmobilie abschließt. Neben dem Ausschluss der Finanzierung von Drittobjekten wird beim Riester Bausparvertrag auch ausgeschlossen, dass mit dem Geld Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Immobilie finanziert werden können. Der Riester Bausparvertrag gilt lediglich für den Bau oder Kauf einer Immobilie sowie für die Abzahlung von einem bereits für die selbstgenutzte Wohnimmobilie laufenden Darlehen.
Einkommensteuer für Riester Bausparvertrag wird nachgelagert
Beim Riester Bausparvertrag, der riester-zertifiziert ist, kommt es zu einer sogenannten nachgelagerten Besteuerung, wenn die Auszahlung bei Eintritt in das Rentenalter erfolgt. Hierbei wird die Forderung nach einer Einkommenssteuer erst später fällig und in der Regel liegt der Zinsertrag für das angesparte Kapital des Riester Bausparvertrags, bedingt durch die lange Laufzeit, höher als bei Ruhestand die Höhe der zu versteuernden Einkommen.
Was passiert mit dem Riester Bausparvertrag, wenn die selbstgenutzte Wohnimmobilie verkauft wird?
Dann muss der Bausparer die gesamte Fördersumme in einen neuen Riester Bausparvertrag umlegen oder der Bausparer muss eine andere Immobilie als selbstgenutztes Wohneigentum in der EU erwerben. Die staatlichen Zuschüsse muss man bei einem Riester Bausparvertrag nur dann zurückzahlen, wenn man das selbstgenutzte Wohneigentum veräußert, anschließend nur eine Immobilie mietet und hierbei nicht den Bausparvertrag in einen anderen Riester Bausparvertrag umlegt.